Mit ca. 500
Gemeindegliedern stellt die Kirchengemeinde die
Hälfte der Einwohner des Dorfes Rohr, am
westlichen Rand des Kirchenkreises gelegen. Das
Dorf ist geprägt vom fränkischen Fachwerkstil
und von der überragenden Michaeliskirche, die
die wichtigste Zeugin der fast 1200jährigen
Geschichte Rohrs ist.
Die
Michaeliskirche wurde zwischen 815 und 824
erbaut im Auftrag des Klosters Fulda als Kirche
eines Tochterklosters. Die Krypta unter dem
Altarraum beweist das Alter des Gebäudes. Den
Höhepunkt der Rohrer Geschichte bildet der
Reichstag von Rohr 984, auf dem der von Heinrich
dem Zänker geraubte kleine Otto III. seiner
Mutter, der Kaiserin Theophanu zurückgegeben
wurde.
Über die
Geschichte der Kirche informieren die
Internetseite www.kirche-rohr.de und die
Kirchenführerin Marion Müller im Kirchenmuseum.
Als Eigenpublikationen der Kirchengemeinde sind
dort ein Ausführlicher Kirchenführer, die
„Geschichte der Schule von Rohr“ und die
„Chronik der Pfarrer von Rohr“ erhältlich, drei
Bändchen aus der Feder des Altpfarrers
Wolf-Dietrich Heinemann.
Rohr ist der Sitz
des Pfarramtes für die beiden Nachbardörfer
Kühndorf und Dillstädt. Die Kirchengemeinde ist
aktiv, es gibt einen Senioren- und einen
Bastelkreis, Konfirmanden- und Jugendarbeit,
wöchentlich findet Gottesdienst statt. Eine
besondere Attraktion ist das jährliche
Krippenspiel mit lebenden Tieren, das auch
Besucher von weither in den Ort lockt.
Weitere große
Feste sind die jährlichen
Jubiläumskonfirmationen, Erntedank, der
Totensonntag und der Martinstag als Fest für die
Kinder des Ortes.
Der Friedhof an
der Kirche, der in Trägerschaft der
Kirchengemeinde steht, ist ein besonderes
Schmuckstück.
Auf dem Weg nach
Dillstädt befindet sich noch der Ortsteil
„Kloster Rohr“, in dem sich die Überreste eines
weiteren Klosters befinden. Davon ist noch die
Johanneskirche erhalten, die heute als saniertes
Freizeit- und Kulturzentrum des BTZ Rohr in
Gebrauch ist.